Yoni-Massage

"Yoni" ist ein Wort aus dem indischen Sanskrit und benennt den ganzen weiblichen Genitalbereich der Frau, von der Vagina bis hin zu den Eierstöcken. Im Neo-Tantra und in unserer Praxis benutzen wir diesen Ausdruck sehr gerne, weil er positiv besetzt ist.
Das Wort hat viele Bedeutungen die allesamt auch sexuelle Implikationen haben: Quelle, Ursprung, Ruheplatz, Behältnis, Aufenthaltsort, Schlupfloch, Nest u. a.

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Michaela Riedl: Die Yoni hat eine aufnehmende Natur, was dem weiblichen Prinzip entspricht und eigentlich etwas sehr schönes ist. Leider werden auch negative Erfahrungen und Empfindungen auf diese Weise aufgenommen und im Körper gespeichert. Hier setzt die Idee der Yoni-Massage an: Eine Erfahrung, die auf körperlicher Ebene gemacht wurde, kann ebenso auf körperlicher Ebene wieder abgerufen werden.

In einem geschützten Rahmen können alle Gefühle ausgedrückt werden. Das kann Trauer und Wut sein - oder große Lust und Freude. Die eine Frau will ein negatives Erlebnis verarbeiten, die andere einfach ihre Lust vertiefen und neue Erlebnis-Räume erschließen. Denn: unsere Sexualität ist ein sehr großes Geschenk und die stärkste, ursprünglichste Quelle für Lebensfreude und Kraft, die wir haben.

All das ist möglich im Rahmen der Massage, die Massage-Empfängerin kann sich völlig frei fühlen, sie muss nichts tun, keine Erwartungen erfüllen und keinen Orgasmus vorspielen, sie kann mit großer Ehrlichkeit eine intensive Reise durch ihren Körper erleben.
Wir sind dabei unterstützende Reisebegleiterinnen und erfahrene Tantra-Masseurinnen. Wir freuen uns auf dieses gemeinsame Abenteuer.

Wir achten bei der Yoni-Massage besonders darauf, dass sie in einem sehr geschützten Raum und in einer liebevollen Atmosphäre stattfindet. Wir nehmen uns Zeit bei den Vorbereitungen und achten darauf, dass der Raum gut geheizt (mind. 28°C ) und ansprechend gestaltet ist. Schöne Blumen, Kerzenlicht, sinnliche Düfte und zauberhafte, ruhige Musik spielen dabei eine ebenso bedeutsame Rolle wie unsere ungeteilte Aufmerksamkeit.

Die Yoni-Massage hat ihren Ursprung hauptsächlich im chinesischen Taoismus, wobei viele Elemente und Begriffe, die hier verwendet werden, aus dem indischen Tantra kommen. Beide Richtungen heben jedoch den Zusammenhang zwischen Sexualität und Spiritualität hervor.

Der Taoismus  ist eine der ältesten überlieferten Wissenschaft vom Leben. Er basiert auf acht Säulen, die sich jeweils mit einem anderen Aspekt des Lebens befassen. Das Tao der Sexualität beinhaltet die Erforschung und die Praxis sexuellen Verhaltens. Es geht um den Einsatz der Sexualität und sexuellen Energie zur Verbesserung der Gesundheit, zur Harmonisierung und erhöhten geistigen Wachheit.

Tantra kultiviert die Sinne bis zur Fähigkeit, die sexuelle Kraft in ihrer ganzen Bandbreite zu erkennen und zu nutzen: von den Tiefen unseres Seins bis zu den Auswirkungen unseres sexuellen Handelns auf die uns Nächsten und auf den ganzen Kosmos, mit dem wir untrennbar verwoben sind. Es geht darum, im Mann das göttliche Prinzip des Shiva und in der Frau das göttliche weibliche Prinzip der Shakti zu erkennen.

Konzipiert wurde die Yoni-Massage in der Form, wie wir sie vermitteln und weitergeben von Annie Sprinkle, einer Tantrikerin aus Amerika. Im Laufe unserer Massagearbeit haben sich dabei jedoch einige Veränderungen und Zusätze ergeben, an denen wir derzeit weiter forschen und experimentieren.
 
Energetische Vorgänge während der Yoni-Massage
(aus "Die Kunst der sexuellen Ekstase" von Margo Anand)

Während der Yoni-Massage wird sehr viel Energie aufgebaut, die bewusst zur Transformation und zur Bewusstseinserweiterung dienen soll. Margo Anand, Tantrikerin und Gründerin des SkyDancing Tantra, und auch wir, arbeiten in Bezug auf die sexuelle Energie mit der Vorstellung einer inneren Flöte. Diese "innere Flöte" verläuft auf einer vertikalen Linie im Körper und soll als Vorstellungshilfe dienen, um den neurologischen und physischen Pfaden im Körper zu folgen, welche die endokrinen Drüsen miteinander verbindet.
Diese sieben Drüsen - die Geschlechtsdrüsen, die Adrenalindrüse, die Bauchspeicheldrüse, die Thymusdrüse, die Schilddrüse, die Hirnanhangsdrüse und die Zirbeldrüse regulieren die Lebenskraft und den Energiefluss im Körper.
Durch die Öffnung dieser inneren Flöte wird ein Gefühl von Vitalität, Verjüngung und gesteigerter sexueller Energie erzeugt. Mit Hilfe von Visualisierungen kann frau die innere Flöte erfahrbar machen, indem sie die aufkommende sexuelle Energie durch diesen Kanal fließen lässt.
Man kann also richtig auf dieser Flöte spielen lernen, und zwar mit Hilfe der sieben Fingerlöcher, die den sieben Chakren oder Energiezentren des Körpers entsprechen.
Die Chakren sind die symbolische Darstellung der Energiefelder, die von den körpereigenen endokrinen Drüsen erzeugt werden.
Wenn die sexuelle Energie durch die innere Flöte steigt, wird sie, während sie sich durch die einzelnen Chakren bewegt, umgewandelt, was sich in unterschiedlichen Empfindungen, Gefühlen und Farben äußert.
 
Die Chakren:

1. Das Sexualchakra:
Das erste Chakra entspricht dem Sexzentrum und wird assoziiert mit dem Gebären und sämtlichen Empfindungen, die sich auf Leben und Überleben beziehen. Wenn die Energie ungehindert durch dieses Chakra fließt, spürt man, wie der sexuelle Trieb einen anfeuert wild zu sein, sich zu entladen oder zur Erfüllung zu gelangen.

2. Das Nabelchakra:
Das zweite Chakra liegt direkt unterhalb des Nabels. Es ist das natürliche Gleichgewichts- und Bewegungszentrum des Körpers. Wenn die Energie ungehindert durch dieses Zentrum fließt, fühlt man sich stark, vital, und man spürt die Lebendigkeit, die uns ein gesunder, entspannter Körper schenkt.

3. Das Solar-Plexus-Chakra:
Dieses Chakra liegt in der Mulde direkt unterhalb der Mitte des letzten Rippenbogens. Hier wird die sexuelle Energie als persönliche Macht wahrgenommen, als Charisma und Selbstbewusstsein. Wenn dieses Chakra entspannt und offen ist, haben die Liebenden das Gefühl, ihre Emotionen zu beherrschen und eine gleichberechtigte Partner(-innen)schaft führen zu können.

4. Das Herzchakra:
Dieses Chakra befindet sich im Brustkorb, und zwar genau in der Mitte der Verbindungslinie zwischen den beiden Brustwarzen. Hier wird die sexuelle Energie als Wunsch erfahren, im Anderen aufzugehen und mit ihm/ihr zu verschmelzen ¿ beide haben das Gefühl, ein Teil des Anderen zu sein.

5. Das Kehlkopfchakra:
Wenn dieses Chakra geöffnet ist, weiß frau, wer sie ist und was sie will und kann dem auch Ausdruck verleihen.

6. Das Stirnchakra oder Dritte Auge:
Wenn die sexuelle Energie an diesem Punkt angelangt ist, ist sie sehr rein, frisch und klar und verbunden mit einem gesteigerten Gefühl von Weite und Freiheit. Man entdeckt die Kraft von Intuition und Imagination und hat innere Visionen.

7. Das Scheitel- oder Kronenchakra:
Wenn die Energie den Scheitel erreicht, spürt man die Freude darüber, mit allen Dingen und Menschen in der Umgebung verbunden zu sein.
 
Die Chakren arbeiten miteinander sozusagen als ein >Verbundsystem<, in dem jedes Chakra die Energie der anderen beeinflusst. Ist ein Chakra verspannt oder aus dem Gleichgewicht geraten, beeinträchtigt das auch die anderen Chakren und verringert ihre Lebenskraft. Wird dagegen ein Chakra geheilt und entspannt, belebt das auch sämtliche anderen Chakren.
Durch die Yoni-Massage werden vor allem das Sexualchakra und das Herzchakra entspannt und miteinander verbunden.
 
Die PC- Pumpe:

Ein sehr wichtiger Muskel zur Steigerung der sexuellen Energie und Lust, ist der sogenannte PC- Muskel. Dieser breitet sich am Beckenboden in Schmetterlingsform aus, um Anus und Genitalien mit Gesäßknochen und Beinen zu verbinden. Es ist der Hauptmuskel des Beckenbodens und kontrolliert das Öffnen und Schließen von Harnröhre, Vagina und Anus. Es ist der Muskel, auf den frau sich verlassen muss, wenn sie dringend Wasserlassen muss und die Umstände es nicht zulassen. Frauen spüren den PC- Muskel besonders deutlich, wenn sie in der Austrittsphase der Geburt aktiv mitpressen.
Das Trainieren des PC- Muskels kann Frauen helfen, ihre sexuelle Lust beträchtlich zu steigern, und verhilft auch dazu, ohne Penetration zum vaginalen Orgasmus zu kommen. Die Übung (Anspannen und Loslassen des PC- Muskels) bereitet ihren PC- Muskel nicht nur auf sexuelle Praktiken vor, sondern frau kann mit ihrer Hilfe auch die sexuelle Energie in der inneren Flöte nach oben schnellen lassen. Dies, verbunden mit einer bewussten Ein- und Ausatmung (bei Anspannung des PC- Muskels einatmen und bei Loslassen des PC- Muskels ausatmen) kann auch immer wieder bewusst in die Yoni- Massage mit eingebaut werden.

weitere Informationen:
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Erfahrungsberichte in der Presse
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Erfahrungsberichte die wir per Mail bekommen haben
Johanna: eine bisexuelle junge Frau, die von einem Mann massiert wurde
Eva: eine Frau, die mit Ende 50 die Yoni-Massage entdeckt