"Du kannst anfangen
Massage zu lernen,
aber du
wirst niemals fertig werden,
die Erfahrungen vertiefen sich
ständig
und sie werden immer intensiver.
Massage ist eine der feinsten Künste,
sie ist nicht nur eine Frage der Technik.
Sie ist eine Frage der Liebe."
Osho
Wellness und Massage - nur ein Luxus?
Sich von einem anderen Menschen berühren zu lassen gehört zu den fundamentalsten emotionalen Bedürfnissen eines Menschen. Wie essentiell die körperliche und dabei gleichzeitige seelische Zuwendung ist, kann man bei kleinen Kindern besonders gut erkennen. Berührung vermittelt Liebe, Sicherheit und Geborgenheit. Einem erwachsenem Menschen sind in unserer Zeit viele Möglichkeiten gegeben, um dieses Bedürfnis nach "Streicheleinheiten" zu kompensieren, keine davon stillt den inneren Hunger wirklich. Die tief verwurzelte Sehnsucht nach einem liebevollen Partner kann so groß werden, dass
man kaum mehr in der Lage ist, entspannte Kontakte zu knüpfen.
Auch auf der körperlichen Ebene gilt: Will der Mensch nicht krank werden, so müssen Phasen der Anspannung Phasen der Entspannung folgen. Dauerhaft verspanntes Gewebe kann verschiedene gesundheitliche Beschwerden zur Folge haben: Eine erhöhte Gewebsspannung vermindert die eigene Durchblutung und kann auf Nervenbahnen drücken; mögliche Folgen sind schmerzhafter Muskel- oder Weichteilrheumatismus oder neurologische Ausfälle.
Kompetent ausgeführte Massagen wirken auf verschiedenen Ebenen:
Sie unterbrechen eine muskuläre Dauerspannung und entlasten die schädlichen Züge, welche auf den Bewegungsapparat wirken, sie verbessern die Gewebsdurchblutung (Muskel- , Binde- und Hautgewebe), sie verbessern die Durchblutung innerer Organe (durch reflektorische Massagemethoden wie z.B.: Bindegewebsmassage, Fußreflexzonenmassage), und nicht zuletzt steigern sie das seelische Wohlbefinden.
Folgende Techniken werden in der ANANDA-Tantramassage zu einer sinnlichen und sinnvollen
Wellness-Ganzkörpermassage verknüpft:
Die Hand und Fußreflexzonenmassage
Die Hand- und Fußreflexzonenmassage steht am Anfang unseres Massagerituals; dem Empfänger/der Empfängerin der Massage soll es dadurch einfacher gemacht werden, die eigene Nervosität und Befangenheit abzulegen und Vertrauen zu der Massierenden aufzubauen.
Diese Technik entstammt den fernöstlichen Massagen, sie war jedoch schon sowohl den alten Ägyptern als auch den nordamerikanischen Indianern bekannt. Reflexzonenmassage basiert auf dem Wissen, dass in einzelnen Körperzonen (vor allem in Füßen, Händen und Ohrmuscheln) Nervenenden liegen, die Signale in das Gehirn weiterleiten, die dann wiederum Impulse zu bestimmten inneren Organen übermitteln. Diese Technik erinnert an die Bindegewebsmassage, jedoch zielen die Impulse, auf die inneren Organe, nicht auf die Muskulatur. Das bewirkt eine intensive und angenehme Tiefenentspannung, was wiederum muskuläre Verspannungen nachhaltig beseitigt.
Die klassische Massage
Man spricht heute von klassischer Massage, um den Unterschied zu den in den letzten Jahrzehnten entwickelten speziellen Massagearten zu betonen. Die Klassische Massage leitet sich von der "Schwedischen Massage" ab, welche der Schwede Peter H. Ling (1776 -1836) entwickelte. Er arbeitete am 1813 gegründeten Zentralinstitut für Gymnastik in Stockholm.
In der Klassischen Massage werden Streichungen, Reibungen, Hautverschiebungen, Knetungen, Zirkelungen, Klopfungen, Schüttelungen und Vibrationen angewendet. Je nach Absicht der Massierenden kann sie durch verschiedene Grifftechniken durchblutungsfördernde, tonisierende und schmerzlindernde Wirkungen erzielen.
Wirkungsweise: Das kräftige Streichen, Kneten und Reiben macht selbst große Muskelgruppen wieder geschmeidig weich und gut durchblutet. und der Stoffwechsel wird angeregt. Die Massage sollte keine Schmerzen verursachen, weil die Muskulatur sonst in eine Abwehrspannung fällt und die Wirkung ausbleibt. Der gesteigerte Lymphfluss schwemmt Abbauprodukte aus dem Gewebe, dadurch wirkt diese Massage wie eine Frischzellenkur für Haut und Muskeln.
Die Akupressur
Akupressur, auch Druckpunktmassage genannt, ist die gezielte Massage von Akupunkturpunkten. Die Massage erfolgt mit der Fingerkuppe des Zeigefingers oder mit dem Daumen (und nicht mit Nadeln, wie bei der Akupunktur). Die japanische Form der Akupressur heißt Shiatsu.
Genau wie die Akupunktur basiert die Akupressur auf der Vorstellung der chinesischen Energielehre. Diese besagt, dass die Lebensenergie des Menschen in sogenannten Meridianbahnen verläuft. Die Meridiane (Energieleitbahnen) haben die Aufgabe, die Lebensenergie im Körper zu transportieren und zu verteilen. Es gibt sechs Yin- und sechs Yangmeridiane, jeweils paarig auf der linken und der rechten Körperhälfte angeordnet. Sie werden Hauptmeridiane genannt. Zusätzlich gibt es Nebenmeridiane.
Ein Meridianpaar besteht aus einem Yin- und einem Yangmeridian (z. B. Lungen- u. Dickdarmmeridian) die parallel an den Gliedmaßen verlaufen. Das Meridianpaar ist eine funktionelle Einheit und über Verbindungsgefäße miteinander gekoppelt.
Yangmeridiane (männliches Prinzip) verlaufen außen oder an der Rückseite des Körpers, während Yinmeridiane (weibliches Prinzip) innen oder vorne verlaufen. Die Meridiane fließen teilweise an der Körperoberfläche, wo sie auch direkt behandelt werden können.
Der Mensch ist energetisch niemals gleichmäßig ausgefüllt. Die Kunst der Akupressur besteht darin, anhand der Meridianbahnbehandlung ausgleichend einzuwirken.
Die traditionelle Thai-Massage
Die traditionelle Thai-Massage sollte nicht mit den Sex-Massagen aus dem Rotlichtbezirk von Bangkok verwechselt werden. Traditionelle Thai-Massage oder Nuad, wie der Thai-Begriff dafür lautet, kann zurückblicken auf eine lange Geschichte der Heilbehandlung. Versucht man, die Techniken der in Thailand praktizierten Heilmassage zu ihren Wurzeln zu verfolgen, so stößt man unweigerlich auf die anfangs doch erstaunliche Tatsache, dass Thai-Massage eigentlich gar nicht originär aus Thailand stammt, sondern von Indien nach Südostasien kam.
Als ihr Begründer gilt ein nordindischer Arzt namens Jivaka Kumar Bhaccha, ein Zeitgenosse Buddhas und Leibarzt des Magadha-Königs Bimbisara vor mehr als 2500 Jahren. Kumar Bhaccha ist bekannt als Freund des Buddha und Arzt der buddhistischen Mönchsgemeinde. Er findet Erwähnung im Pali Kanon, den alten Schriften des Buddhismus der südlichen Schule des Theravada (heute vorwiegend verbreitet in Sri Lanka, Burma, Laos, Kambodscha und Thailand).
Die Traditionelle Thai-Massage ist eine in Thailand weit verbreitete Behandlungsmethode. Sie hat im Gesundheitswesen einen hohen Stellenwert und wird in allen Bevölkerungskreisen als einfach anzuwendende und sehr wirksame Methode praktiziert. Darüber hinaus wird sie aus medizinischer Sicht sehr erfolgreich als Heilbehandlung eingesetzt.
Der Traditionellen Thai-Massage liegt eine der Natur des Menschen entsprechende ganzheitliche Betrachtungsweise zugrunde. Integration von Natur, Körper, Geist und Seele ist die zentrale Ausrichtung. Im Unterschied zu den klassischen westlichen Massageformen orientiert sie sich weniger an der Anatomie des menschlichen Körpers als vielmehr an sogenannten Energielinien und -feldern, vergleichbar den Meridianen in der chinesischen Medizin.
Eng angelehnt sind beispielsweise Akupressur und die Reflexzonenmassage. Durch ihre einzigartige Technik lassen sich im Allgemeinen wesentlich bessere gesundheitliche Erfolge erzielen als bei den herkömmlichen Massageformen. Sind bei den klassischen Massagen das Reiben und Kneten der Haut wesentliche Elemente, so werden bei der Traditionellen Thai-Massage lokale Punkte massiert, die vermittels der Fernwirkung auch innere, bzw. entfernt liegende Organe positiv beeinflussen können. Durch Dehnungs- und Streckungstechniken am gesamten Muskelapparat wird die lokale Durchblutung der Haut, des Bindegewebes und der Muskulatur erreicht.
Die Gesichtsmassage
"Die Zähne zusammen beißen und durch..." das scheint für viele ein Motto im alltäglichen Leben zu sein.
Verspannungen der Gesichtsmuskulatur können Kopfschmerzen verursachen und nächtliches Zähneknirschen, was wiederum u.a. zu einer negativen einseitigen Belastung des Gebisses sowie der Kiefergelenke selbst führt.
Für unsere Gesichtsmassage verwenden wir Techniken aus der traditionellen Thai-Massage, sowie Akupressur. Wir sind immer wieder erstaunt, wieviel jünger und schöner ein entspanntes Gesicht nach einer Gesichtsmassage aussieht.