«Fügt man der Wurzel "tan"
(ausbreiten, erweitern)
das Suffix "tra" hinzu
(welches das Instrumentelle ausdrückt),
dann erhält man "Tantra",
im wörtlichen Sinn also das Instrument zur Erweiterung des Bewusstseins,
um Zugang zum Überbewussten zu erlangen, das die Grundlage des Seins
und Zentrum unbekannter Kräfte ist, die das Tantra erwecken und einsetzen will.»
André van Lysebeth
Tantra und Tantra-Massage
Die Tantra-Massage ist eine Form der rituellen Berührungskunst. Sie wurde vor etwa 20 Jahren aus dem westlichen Tantra entwickelt. Die Tantra-Massage ehrt den menschlichen Körper und den Menschen in seiner Gesamtheit. Als Ritual lehrt und vermittelt sie einen bestimmten Ethos: Freude, Würde, Rücksichtnahme, Aufmerksamkeit, Behutsamkeit, Sorgfalt, Offenheit, Achtung vor dem anderen, Mut sowie die Fähigkeit, selbstbestimmt Entscheidungen über das zu treffen, was einem gut tut. Als Kunst der Berührung ermöglicht sie eine Erweiterung unserer Sinnlichkeit.
Die Tantramassage sieht den Körper als den Tempel unserer Persönlichkeit. Sie respektiert die sexuelle Natur des Menschen und weiß, das sexuelle Lust eine der stärksten und ursprünglichsten Quellen für Lebensfreude und Zufriedenheit sein kann.
Tantra: die Ursprünge in Indien, die Weiterntwicklung im Westen
(um die Geschichte von Tantra zu erläutern, zitieren wir aus einem Artikel, der im Magazin des Rabenclan – Verein zur Weiterentwicklung heidnischer Traditionen erschienen ist - siehe Unterlinks rechts)