Weibliche Anatomie

Wer sich mit der Yoni-Massage (Intimmassage) vertraut machen möchte, sollte wissen, dass die Yonis verschiedener Frauen sehr unterschiedlich aussehen können. Bei der Frau sind die primären Geschlechtsteile weitgehend verborgen, so dass bei aufrechter Haltung lediglich ein behaartes Dreieck zu sehen ist. Die äußeren Geschlechtsteile bestehen aus dem Venushügel (Schamhügel) und den großen äußeren Lippen, die die Öffnung zur Vagina und die Öffnung der Harnröhre bedecken. Zwischen den beiden äußeren Lippen befinden sich die inneren Lippen, zwei sehr empfindsame, unbehaarte Hautfalten.

Wenn du sie mit deinen Fingern auseinander hältst, kannst Du die äußeren Teile Deiner Klitoris (Perle) sehen. Wo sich die inneren Lippen zeltartig über Perle und Schaft spannen, bilden sie die Kapuze. Unterhalb der Perle befindet sich die Mündung der Harnröhre, ein kurzer Gang, der zur Blase führt. Diese Harnröhrenöffnung, durch die der Urin ausgeschieden wird, kann sehr klein sein und liegt über der Vaginalöffnung. Am leichtesten findet frau sie, indem sie den Finger in die Vagina steckt und die Öffnung in Richtung Anus nach unten zieht. Gewöhnlich zeigt sich dann die Harnröhrenöffnung innerhalb der Hautfalte. Unmittelbar darunter liegt die Öffnung der Vagina. Zwei bis drei Zentimeter um die Öffnung herum liegt das Jungfernhäutchen, das wie ein unregelmäßiger Randsaum geformt, sein kann, oder bei jungen Mädchen und einigen Frauen, den Eingang teilweise oder vollständig umspannt. Je nach Frauentyp kann die Tiefe der Yoni zwischen 7- 23 cm variieren, und  die Öffnung kann zwischen 2,5- 8 cm weit sein.

Das Gebiet zwischen Vagina und Anus heißt Perineum oder Damm. Wird die von den oben zusammenlaufenden inneren Lippen gebildete Kapuze zurückgezogen, so erscheint darunter die Klitorisperle. Unterhalb der Spitze liegt der Corpus (Schaft). Den Corpus kann frau unterhalb der Haut ertasten.
Wenn eine Frau sexuell erregt wird, vergrößert sich die Klitoris etwa um das Doppelte; wenn die Erregung sich jedoch dem Höhepunkt nähert, zieht sich die Perle wieder zurück, bis sie wieder unter der Kapuze verborgen ist. Hinterher taucht sie wieder auf.
Die Anatomie der Perle kann sehr unterschiedlich sein. Das Bemerkenswerte an der Perle ist natürlich ihre unglaubliche Empfindsamkeit. Unmittelbar über der Kapuze und mit ihr verbunden ist das Venusbändchen. Bei Frauen wird durch Hin- und Herreiben dieser Region mit den Fingerkuppen der Klitorisschaft besonders intensiv stimuliert.

Der G-Punkt / die weibliche Prostata

Ein weiterer orgastischer Auslösepunkt am Geschlechtsorgan der Frau ist der G-Punkt, der nach seinem Entdecker dem deutschen Arzt Gräfenberg benannt ist.  Der G-Punkt oder schöner gesagt, der Göttinnenpunkt, liegt in der Vagina hinter dem Venusknochen (Schambein), im Bereich der Vorderwand des Scheidenkanals.
Das Merkmal des G-Punkts ist, dass sich das Gewebe an dieser Stelle gerippt oder hart anfühlt, während die übrige Scheidenwand glatt ist.
Es gibt verschiedene Theorien über die Sensibilität des G-Punkts, deren interessanteste lautet, dass die Nerven, die für die Lust an der Perle sorgen, auf dem Weg zur Wirbelsäule an diesem Punkt vorbeilaufen. Weiterhin besteht eine Nervenverbindung zwischen dem G-Punkt und der Blase, wodurch bei der Stimulation dieses Punktes der falsche Eindruck entsteht, dass frau urinieren muss.
Sehr viele Frauen verspannen sich aus Furcht vor unwillkürlichem Urinieren - und versagen sich dadurch das Lustpotential einer G-Punkt Stimulation.
Das weibliche Ejakulat ist eine farblose und wässerige Flüssigkeit, die in den paraurethralen Drüsen (auch Skene-Drüsen) produziert wird. Man bezeichnet diese Drüsen häufig auch als weibliche Prostata. Das Ejakulat wird beim Höhepunkt durch mehrere winzige Ausgänge in den Endabschnitt der Harnröhre ausgesondert.

Weibliche Ejakulation - Drüsen

Chemische Analysen des weiblichen Ejakulats haben inzwischen ergeben, dass es, neben gelegentlichen kleineren Anteilen von Urin, die selben chemischen Eigenschaften besitzt wie das Sekret der männlichen Prostata. Neuere Untersuchungen legen den Schluss nahe, dass alle Frauen diese Flüssigkeit produzieren, auch wenn sie sich dessen nicht bewusst sind und/oder nicht ejakulieren.
Die Genitalien jeder Frau sind einzigartig. Das heißt, Frauen haben die gleichen Grundorgane, die sich aber von Frau zu Frau wesentlich in Größe, Farbe und Form unterscheiden können; die Organe sind auch verschieden weit voneinander entfernt. Die Genitalien haben einen ebenso einzigartigen Aspekt wie unsere Gesichter: Wir alle haben Augen, eine Nase und einen Mund, aber sie sind in Größe und Lage verschieden. Diese Unterschiede einzelner Organe scheinen aber nicht viel Einfluss auf die sexuelle Funktionen zu haben.